Vierte Operation? JA oder NEIN? Wer weiß Rat?

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Vierte Operation? JA oder NEIN? Wer weiß Rat?

Beitragvon alma2001 » 18 Dez 2010 12:34

Guten Morgen,
ich bin ein Mann im Alter von bald 53 Jahren, ein typischer "Hackler" der als Arbeiter im Stahlgewerbe seit 25 Jahren pausenlos nur gearbeitet hat. Vor fast 15 Jahren hatte ich bereits einen Arbeitsunfall, bei dem ich Ring- und Mittelfinger der linken Hand verlor, später auch noch die Kuppe des Zeigefingers links. Vor ca. 1,5 Jahren hatte ich erneut einen Arbeitsunfall, einen Strecksehnenriss der rechten Hand/Unterarm. Es ging los mit der 1sten Operation :erfolglos (stark eingeschränkte Bewegung, unbeweglicher Daumen und somit Greifmechanismus kaum möglich)
Kurz darauf hin schlug ein anderer Arzt eine 2te OP vor, wo es galt ein Stück Sehne aus dem Unterarm zu entnehmen und in die Daumenregion zu transplatieren. (Diese OP roch schon nach Geldmacherei, da man in eine fast primitive Dorfklinik im Nachbarbundesland Salzburg befördert wurde und die Behandlung vor Ort war auch dementsprechend.)
Anschließend wurde ich entlassen mit einer rechten Hand, bei der Ring- und Mittelfinger abgeklemmt schienen, was sich auch bestätigte als ich plötzlich nach Tagen das Gefühl verlor und absolute Taubheit sich einstellte.
Der behandelnde Arzt setzte plötzlich alles daran mich so schnell wie nur möglich wieder auf dem OP-Tisch zu sehen, was sogar so weit ging, dass er meine Arbeitgeberin anrief und sie verbal bearbeitete bis sie mich anrief und mir klarmachte ,dass diese OP essentiel sei und so schnell wie möglich stattfinden müsse- und da es sich um einen Arbeitsunfall handelt, konnte man auch schwer wiedersprechen. Jedoch fiel mit keinem Wort die Tatsache, dass wohl dieser Arzt etwas falsch gemacht haben müsste, und sein übertriebenes Engagement ließ auch keine Zweifel entstehen.
Die dritte OP brachte zwar wieder Gefühl in die fast abgestorbenen weißen Glieder, jedoch trug sie nichts zur eigentlichen Problematik bei: Das Greifen.
Anschließend wurde ich von Gutachter zu Gutachter geschickt, natürlich schickte mich auch jeder zu dem seinigen und viell. ist es hier noch sinnvoll zu erwähnen, das ich sprachlich meine Probleme habe und die Gutachter somit nicht viel nachfragten od. ich den Eindruck hatte, dass sie mich verstehen möchten. Bei dem Versuch die Barriere auszumärzen, in dem ich meine älteste Tochter mitnahm (welche auch diesen Text verfasst), stießen wir auf Widerstand, einmal wurde sie fast gewaltvoll rausgeschoben aus dem Behandlungszimmer. Dazwischen gab es zwischenzeitlich immer wieder Therapiepläne, die Massagen, Wärmetherapien f. d. Rücken und Strombäder vorsah (Realität: Halbherzige 10 min Massage, dann solange im Wasser einfach sitzengelassen bis es kalt war, und enorme Wartezeiten und Fahrtkosten.
Resultat:
Viele verschiedene Meinungen über eine bevorstehende vierte OP (obwohl das für mich noch nicht entschieden ist, da ich keinem mehr vertrauen kann)
Zwei Versicherungspolicen (auf 30.000) die mich mit je 900 euro abfertigen wollen, in dem sie nur den Daumen in Betracht ziehen und den kompletten Unterarm einfach mit "Vorbelastung durch Arteriosklerose" abtun, und somit meine angeblichen 30% totaler Unbeweglichkeit nochmal auf 15 % halbieren (wobei sich die grundsätzlichen 100% nur auf die Daumenfunktion beziehen, was ich auch nicht nachvollziehen kann.)
Ich musste mittlerweile einen Pensionsvorschuss beantragen, da es mir und meiner Famillie nicht möglich war mit 950 Euro monatlich, von der Krankenkasse über die Runden zu kommen.
Für die Pension bzw. Frühpension wurde ich abgelehnt, da ich zu jung und zu gesund sei. (Trotz Tinitus, Asthma, starker Gastritis, Bandscheibenproblemen und den Arbeitsunfällen).
Eine Arbeitgeberin bei der ich nicht weiß, was es an meiner Situation ist, dass ihr solche Angst macht- leider weiß ich hier rechtlich nicht sehr gut Bescheid und kann mich auch auf die Ehrlichkeit der Betreffenden nicht verlassen, und warum sie alles daransetzt mich so schnell wie möglich wieder in den Betrieb einzugliedern.
Eine Haiden Versagensangst bei einer evtl. Rückkehr an meinen Arbeitsplatz, da meine netten Kollegen bestimmt eine Zeitlang mein Leistungsdefizit ausmärzen, jedoch wer arbeitet auf lange sich aus Nettigkeit grundsätzlic 130 % nur um dem Kollegen unter die Arme zu greifen. In meiner jetzigen Situation kann sie mich ja nicht kündigen, aber sobald ich zurückkehre sehr wohl. Was mir noch mehr schlaflose Nächte bereitet.
Angst vor dem Versuch/Vorschlag einer evtl. Umschulung ,da ich körperlich so strapaziert bin. Jedoch habe ich mein komplettes Leben in irgendwelchen Hallen und Fabriken verbracht, was meine Sprachkenntnisse nicht gerade vom "schlechten Ausländerdeutsch" weggebracht hat, und somit muss ich Vorschläge wie: "Werden Sie doch Museumswärter", sehr belächeln, und gleichzeitig schnürrt mir der Gedanke mich vor anderen verbal entblößen zu müssen, die Kehle zu.
Depressionen da ich mich so unmächtig , ausgeliefert und hilflos fühle. Ich nicht mehr weiß wer Freund und wer Feind ist. Und ob mein gesamter Krankheitsverlauf mit rechten Dingen zugeht/ging.
Nach wie vor von einer Genesung keine Spur- es ist mir nich einmal möglich den rechten Daumen nach oben zu bewegen oder gar strecken. Mittlerweile fahre ich auch kaum noch Auto (nur an guten Tagen), dabei sprechenwir von einer Automatikschaltung, da ein normales zu fahren gar nicht mehr in Frage kommt.
Daher stellen sich mir einige Fragen und ich hoffe inständig, dass mir jemand weiterhelfen kann egal ob durch einen Tipp, einen Namen oder einfach nur ein (positiv ausgegangenes) Beispiel:
Welche Möglichkeiten habe ich Gesundheitlich noch? Wäre denn eine vierte OP sinnvoll (Ärzte sind geteilter Meinung)? Wäre überhaupt eine 4te OP irgendwo sinnvoll- wenn es schon 3 mal nich geklappt hat? Hat es bei jemandem mit ähnlicher Geschichte geklappt?
Was für rechtliche Grundlagen sind hier in Betracht zu ziehen? Was fürchten meine Arbeitgeber denn so sehr?
Warum werde ich nicht für die Frühpension in Betracht gezogen?
Wie kann ich mich gegen diese korrupten Versicherungen währen? Muss ich immer zu dem Gutachter gehen ,den sie vorschreiben?
Gibt es da irgendwelche rechtlichen Schlupflöcher, von denen nur ich nichts weiß?
Welche Rechte/ Pflichten/Möglichkeiten habe ich den grundsätzlich in meiner Lage?
Ist es denn medizinisch noch irgendwie möglich, diesem suspekten Arzt der die 2te und notgedrungen anschließend die 3te OP durchgeführt hat, irgendetwas nachzuweißen? Wenn ja, macht es Sinn?
Wieso erhalte ich widererwartens nicht die entsprechende Unterstützung, durch Institutionen wie die AK, meinen Hausarzt,..sondern werde nur mit offenen Fragen nachhause geschickt "es würde sich doch alles irgendwie arrangieren und einpendeln...."?
Gibt es denn noch irgendwo Hilfe auf die man sich verlassen kann, der man trauen kann, die es ehrlich mit einem meint und nicht nur den Profit sieht?
Ich hoffe sehr sehr stark, dass ich hier in diesem Forum diese ehrliche Hilfe einfach in Form von Antworten erhalte- ich bin jedem Einzelnen von Herzen dankbar wenn er/sie es schon nur versuchen möchte.
In dem Sinne, vielen Dank & Bleibt gesund!
alma2001
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